Domains & Profile

Was sind IHE-Domänen?

Die einzelnen Integrationsprofile sind jeweils einer IHE-Domäne zugeordnet. Eine Domäne umfasst ein zusammengehörendes medizinisches oder fachliches Gebiet im Gesundheitswesen. Diese Struktur erlaubt es, die spezifischen fachlichen Probleme gezielt zu lösen.

Folgende Domänen sind innerhalb von IHE etabliert:

  1. Anatomic Pathology (Pathologie)
  2. Cardiology (Kardiologie)
  3. Eye Care (Augenheilkunde)
  4. IT Infrastructure (Technische Infrastruktur)
  5. Laboratory (Labormedizin)
  6. Patient Care Coordination (Einrichtungsübergreifende Behandlungsketten)
  7. Patient Care Devices (Gerätekommunikation von PCD-Daten)
  8. Pharmacy (Pharmazie)
  9. Quality, Research and Public Health (Qualitätssicherung, Forschung, Meldewesen)
  10. Radiation Oncology (Strahlentherapie)
  11. Radiology (Radiologie) inklusive Mammography (Mammographie)

Anwendungsbeispiele

Für jede Domäne wird eine enge Zusammenarbeit mit den nationalen und internationalen Organisationen und jeweiligen Fachgesellschaften angestrebt und organisiert. So gibt es enge Verbindungen der IHE-Initiative zu folgenden Vereinigungen: bvitg, ZVEI, DIMDI, HL7, RSNA, HIMSS, COCIR, ESR, EHTEL, DICOM, der deutschen, französischen, italienischen und britischen Röntgengesellschaft sowie zu vielen wissenschaftlichen Instituten aus der Medizin und der medizinischen Informatik.

Für den Einsatz der elektronischen Patientenakte wurde z.B. in vielen Regionen und nationalen Projekten von Politik und Anwendern das IHE Profil XDS (Cross-Enterprise Document Sharing) zur Anwendung ausgewählt (z.B. in Italien beim Conto Corrente Salute, in Frankreich DMP, in Österreich health@net, in Dänemark in Funen, in Spanien in Aragon u.v.m).

Darüber hinaus wird IHE in zahlreichen Projekten als Konzept für interoperable Lösungen präferiert.

Technical Frameworks

Jede Domäne publiziert ihre Spezifikationen als sogenanntes Technical Framework.

Das Technical Framework ist eine Art Leitfaden für die Umsetzung der Anwenderanforderungen und ist je nach Bereich in zwei bis drei Teile untergliedert.

Das Technical Framework Volume 1 beschreibt dabei die logischen Abläufe als Integration Profiles, während Volume 2 die Details der Implementierung dieser Profile als Transaction Specification darstellt. Jedes Profil benennt in Volume 1 die beteiligten Akteure und deren zugehörige Transaktionen. Im Volume 2 werden dann die konkreten Transaktionen genau beschrieben.

Es können aber noch weitere Teile bzw. Dokumente beinhaltet sein (Technical Frameworks).